Klippenblume

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  • 978-3936084894
  • Sie starrte aus dem Fenster, ohne wirklich wahrzunehmen, was dort draußen geschah. Ihr Blick bohrte sich durch die saftig grünen Eiben hindurch, durchdrang die weitläufigen Wiesen und Felder, die dahinter lagen, und ignorierte das geschäftige Treiben, das sich unter ihr im Innenhof der Burg abspielte. „Cilia!“ Der Klang ihres Namens holte sie unsanft in die Realität zurück. „Cilia, wo bist du denn?“ Schnell griff sie nach dem Oberkleid, das achtlos über das breite Bett geworfen worden war, und lief zur Türe: „Hier, My Lady! Hier bin ich.“ Ihre Herrin kam schnellen Schrittes den langen Gang entlang gelaufen. Cilia bemerkte ihre vor Aufregung glühenden Wangen und die strahlenden Augen. Sie fasste ihre Kammerfrau an den Schultern und drehte sich übermütig mit ihr im Kreis. „Er kommt, Cilia!“ Die beiden Grübchen in ihren Mundwinkeln schienen vor Freude mitzutanzen: „Ich kann es kaum glauben, aber Lady Salsburry hat es heute beim Gang zum Morgengebet beiläufig erwähnt. Ist das nicht wunderbar?“ Cilia nickte: „Gewiss, My Lady, das ist wahrlich eine gute Nachricht.“ Etwas verlegen löste sie sich aus der Umklammerung der jungen Dame und hob das heruntergefallene Kleid erneut auf. Sie wusste genau, wessen baldiges Erscheinen auf Burg Dover Castle ihre Gebieterin dermaßen in Aufregung versetzte, und der Gedanke daran bereitete ihr unerklärlicherweise ein leichtes Unbehagen. Doch sie hatte keine Gelegenheit, über diesen Umstand nachzudenken, denn die ungestüme Lady Elisabeth zog sie am Arm hinter sich her, in ihr Ankleidegemach hinein: „Denkst du, er erinnert sich noch an mich? Wie er wohl aussieht, nach all den Jahren?“ Cilia schmunzelte: „Gewiss wird er Euch im Gedächtnis behalten haben. Und sein Antlitz wird sich in den letzten beiden Jahren ebenfalls nicht wesentlich verändert haben.“ „Ja sicher – du hast Recht. Komm und hilf mir, das passende Gewand für morgen herauszusuchen. Ich muss einfach unglaublich aussehen, so dass er seine Augen nicht mehr von mir abwenden kann.“ „Nun“, Cilia räusperte sich, „erstens seht Ihr immer unglaublich aus, egal was Ihr tragt, und zweitens wäre es für den jungen Lord nicht von Vorteil, wenn er während des Turniers seine Augen nur bei Euch hätte.“ Elisabeth lief suchend vor ihren aufgereihten Kleidern auf und ab. „Was meinst du, Cilia? Das Taubenblaue mit den kleinen Perlen oder das Cremefarbene mit der silbernen Bordüre?“ Die Zofe schüttelte den Kopf. „Das Dekolletee ist bei beiden zu freizügig. Ihr würdet Euch erkälten und Lord Waterford würde seinen Kopf verlieren.“ Elisabeths herzhaftes Lachen schallte im Gemäuer der Burg: „Na gut, zu welchem würdest du mir raten?“ Cilia ließ ihren Blick suchend über die üppige Garderobe der Lady wandern. Sie wusste genau, welches Kleid für den morgigen Anlass passend sein würde. Es war ihr persönliches Lieblingsstück, das sie selbst so sehr an ihrer Herrin mochte. Mit sicherem Griff zog sie ein honigfarbenes Leinenkleid hervor, das am Saum mit feiner Spitze besetzt war, und Elisabeth schlüpfte gehorsam hinein.
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Produktinformationen "Klippenblume"

Zwei Frauen, die sich liebten, hatten im 16. Jahrhundert gemäß den Konventionen der Zeit keine Chance, ihre Leidenschaften und das damit verbundene Glück zu leben. Wie konnten sich die beiden Frauen in dieser Welt behaupten, die doch von Männern beherrscht wurde? Fanden sie die Kraft, um ihre Liebe zu kämpfen?

Paperback - 270 Seiten

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