Veneficium Secundum

Veneficium Secundum
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  • 978-945175125
  • Schwungvoll begann sie nun die Fensterbehänge im Thronsaal zur Seite zu ziehen. Noch immer ärgerlich über ihren erschreckend und unerwartet störrischen Wahlbruder, rupfte sie an dem schweren Stoff. Und jetzt hatte er sich auch noch unsichtbar gemacht und sich darüber hinaus noch nicht einmal dazu herabgelassen mit ihnen den selben Tisch zu teilen, dachte sie mürrisch. ... „Wo ist der bösartige und über die Maßen jähzornige Herrscher über dieses Haus?“ Sie bekam keine Antwort. Dieser, dieser... Mia konnte sich nicht entscheiden, mit welchen Schimpfworten sie Taron bedenken sollte. „Habe ich tatsächlich irgendwann einmal behauptet, du seist ‚nett‘?“ Sie schimpfte vor sich hin. „Dieser...“ Sie öffnete den ersten Vorhang, den zweiten und den dritten in der Nähe des Thronsessels. ... Sie haderte immer noch, als sie sich wieder dem Fenster zuwandte. Wo steckte Taron nur? Sie hatte große Lust dazu, sich ausgiebig mit ihm zu streiten. Aber vorher sollte an diesem Tag endlich ein wenig Sonnenlicht in diesen Saal gelangen. Dieser... Mia schrak zusammen, als sie den Blick wieder nach vorne richtete auf das Fenster, vor dem sie gerade in einem temperamentvollen Ruck den Stoff zurückgezogen hatte. Und sie konnte nicht glauben, was sie sah. Sie hatte Taron doch tatsächlich gefunden. Er hatte verborgen mit offenen Augen und vor sich hinstarrend hinter dem Vorhang am Fenstersims gestanden. Und er stand da... Mia betrachtete ihn ungläubig von oben nach unten und wieder zurück. Er stand da in einem gewöhnungsbedürftigen Blümchenflor aus vertrockneten Orchideenblüten um Stirn, Hals und Gelenke und in einer Art – Mia überlegte, wie sie das, was sie sah nennen sollte – Bastrock. So stand Taron, wie er geschaffen war, mitten im durchaus kühlen Spätherbst in einem ungeheizten Thronsaal am Fenster. In einem Bastschurz. Der knielange farbenfrohe Aufzug saß sehr knapp auf seinen Hüften. ... Mia sah sich verwirrt um. Oh, nein! Denn gerade in diesem unpassendsten aller Augenblicke begann sich die Türklinke nach unten zu bewegen. Es kam jemand. Natürlich, fiel Mia ein. Heute war die Audienz. Es klopfte artig an der Tür. „Taron!“, schrie sie unhöflich und stubste ihn an. Er rührte sich nicht. Mia sah ungläubig in seine Augen, die reglos aus dem Fenster zu blicken schienen. Wenn sie richtig interpretiert hatte, meinte sie darin eben noch ein minimales Zucken erkannt zu haben. ... Dann war er starr wie ein Standbild.
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Produktinformationen "Veneficium Secundum"

Veneficium unicum - Was bisher geschah:
Alleine ist Taron Ikárov ursprünglich losgezogen. Zu einer Familienfeier und einer unsicheren Zukunft. Unverhofft muss sich der König der Dämmerung plötzlich ganz anderen Herausforderungen stellen. Die stetige Bedrohung durch die Dunklen findet in einem feigen Attentat seinen vorläufigen Höhepunkt. Nur durch Zufall wird er im letzten Augenblick gerettet. In einem Kloster tritt er einen langen Weg an zurück ins Leben. Mit einer Truppe Gaukler reist er nach einer Hochzeit, einer nervenaufreibenden Gerichtsverhandlung vor dem Rat und durch viele Abenteuer zurück in die Heimat. Zu einem bisher einsamen Thron in Grauen und seinen Aufgaben als Ratsmitglied. Doch er ist nicht mehr allein. Die Töpferstochter Mia, die ihn gerettet hat, Remoulado Gurkenflieder, ausgerechnet jener Stadtwachenoberst, der ihn ursprünglich beinahe umgebracht hätte, der Nachtmahr Schorsch und viele andere begleiten seinen Weg. Eine ungewöhnliche Schicksalsgemeinschaft ist fortan an seiner Seite.

Veneficium secundum - [lat.] der Giftmischerei zweiter Teil.
Zurück in Grauen sind längst nicht alle Verstrickungen um Tarons Bestimmung und das Attentat gelöst. Eine Geschichte randvoll mit Intrigen, Verstrickungen und Feuerwerk geht weiter. Eine Rückkehr auf den Thron, eine seltsame Krankheit namens Fledderiszidose, Sprachunterricht, Ratssitzungen, eine völlig neue Hofordnung, ganz spezielle Feiertage und Gebräuche, ein Schloss voller Grünzeug, Knochengeklimper und Spuk, zermürbender Hausarrest, jede Menge Unerwartetes, ein Zusammentreffen mit den Dunklen und eine anstehende Schlacht um Grauen lenken Taron und die Seinen auf ein funkensprühendes Finale zu.

Eine experimentelle Fantasyerzählung als Krimi-Abenteuer mit psychologischen Tiefgang in zwei Teilen. Mehrdimensional, und oft schwarzhumorig wie manchmal das Dasein selbst. Ebenfalls ein nicht todernster Roman. Eine große Familiensaga fächert sich auf im Hintergrund. Ein König wird König und erbaut seine Zukunft.

Paperback - 519 Seiten

 

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