Eclipse ... und dann?

Eclipse ... und dann?
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  • 9783945175194
  • Obwohl dichter Verkehr auf der Autobahn herrschte, kam Patrick gut voran. Er war Anfang dreißig, mittelgroß und schlank. Sein dunkelblondes Haar begann sich schon deut-lich zu lichten, auch wenn man noch nicht von einer Glatze sprechen konnte. Das jungen-hafte Gesicht und seine sportliche Figur ließen ihn auf Anhieb sympathisch erscheinen. Es war Mittwoch, der 11. August 1999, und er wollte mit seiner Frau Andrea die Sonnen-finsternis direkt in der Kernschattenzone erleben. Andrea war zwei Jahre jünger als er, klein, zierlich und hatte kurzes strohblondes Haar. Die braunen Augen blitzten meist lustig, so auch jetzt, wo sie sich auf einen schönen Tag mit Patrick freute. Sie waren schon um acht Uhr morgens losgefahren und verließen die A7 gegen halb zwölf bei Heidenheim, kurz vor Ulm. Von da aus ging es noch eine Weile über die Land-straße Richtung Westen, um der großen Masse zu entfliehen, denn überall standen Menschen mit Schutzbrillen und schauten gen Himmel. Patrick und Andrea wollten das grandiose Schauspiel am Himmel lieber ganz allein genießen und nicht in einer riesigen Menschenmenge. Es hatte sicher auch seinen Reiz, es in der Gruppe zu erleben, doch danach war den beiden nicht. Sie wollten sich eins fühlen mit der Natur und nicht von lärmenden Massen abgelenkt werden. Nach einer Viertelstunde bog Patrick in einen Feldweg ein und stellte den Wagen ab, obwohl auch dort noch recht viele Leute waren. Aber eine günstigere Stelle würden sie wohl nicht mehr finden, wenn sie den Anfang nicht verpassen wollten. Die Autos standen recht weit voneinander entfernt, sodass man sich nicht gegenseitig störte. Sie nahmen die Schutzbrillen aus dem Handschuhfach, stiegen aus und setzten sie auf. „Schau nur!“, rief Andrea begeistert und deutete aufgeregt zum Himmel, „der Mond bedeckt schon ein Stückchen der Sonne, oben rechts. Kannst du es sehen? Ist das nicht phantastisch?“ „Ja, es wurde Zeit, dass wir ankamen“, sagte Patrick und schaute fasziniert auf das ungewöhnliche Bild. „Hoffentlich kommen nicht noch mehr Wolken auf.“ „Es sieht nicht gut aus“, stellte Patrick fest, als er die Brille abnahm und in Richtung Südwesten schaute. Von dort zogen dichte Wolken herauf, die ihnen immer wieder die Sicht auf die Sonne versperrten. Nur ab und zu, wenn sich eine Lücke in den Wolken auftat, konnten sie noch einen kurzen Blick auf die helle Scheibe werfen, die ganz lang-sam hinter der schwarzen ver-schwand. Kurz nach zwölf Uhr mittags, der Mond bedeckte schon fast drei Viertel der Sonne, wurden die Wolken so dicht, dass überhaupt nichts mehr zu sehen war. Bald darauf fing es sogar an zu regnen, sodass die beiden ins Auto flüchteten. Nur wenige Hartgesottene hielten es im Regen aus. Die meisten suchten irgendwo Schutz. Einige Minuten vor der totalen Finsternis, die für diese Gegend für 12 Uhr 38’ vorausgesagt war, stiegen sie wieder aus, zogen ihre Regenjacken an und stellten sich in den strömenden Regen. Die Schutzbrillen brauchten sie nun nicht mehr. „Es ist ein Jammer“, seufzte Andrea, „da steht man freiwillig schon vor halb sieben auf, fährt mehr als drei Stunden, alles nur, um einmal im Leben die Korona zu sehen und dann regnet es und man sieht gar nichts.“
Patrick stellt während und nach einer totalen Sonnenfinsternis fest, dass die Menschen sich... mehr
Produktinformationen "Eclipse ... und dann?"

Patrick stellt während und nach einer totalen Sonnenfinsternis fest, dass die Menschen sich verändert und zunehmen aggrissiv verhalten.Spürt er als einziger die Veränderung?
Mit seiner Frau Andrea versucht er dem entgegenzuwirken.

Paperback - 214 Seiten

 

 

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