See you soon! Die Geschichte von Emilia

See you soon! Die Geschichte von Emilia
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  • 9783945175347
  • Es war der erste Schultag nach den Sommerferien, ein sonniger Morgen Anfang September und Emilia hatte sich schon lange nicht mehr so auf die Schule gefreut. Das letzte Mal wahrscheinlich zu Beginn der Junior School. Aber das war nun schon ein Weilchen her, denn inzwischen war sie 16 Jahre alt und ab sofort Schülerin der Sixth Form, also der Oberstufe. Eine leichte Brise kam vom Meer herüber, als sie sich auf ihr Mountainbike schwang und die Esplanade in Richtung Southsea und St John’s College entlang radelte. Dieser Weg war zwar etwas weiter, als quer durch Eastney zu fahren, doch Emilia mochte die Strecke am Meer entlang viel lieber. Sie liebte das Brausen der Wellen, den immerwährenden Wind, der ihre langen braunen Haare zauste, die Weite am Horizont, das Gefühl von Freiheit. Das war es auch, was sie in New York so vermisst hatte. New York mit seinen Wolkenkratzern und Häuserschluchten, die Stadt, die niemals schlief, in der man auch nachts noch das Hupen der gelben Taxis hörte und im nächsten Moment die lauten Sirenen von Rettungswagen oder Polizeistreifen. Doch obwohl sie sich oft eingeengt gefühlt hatte zwischen all den hohen Mauern aus Stein und Beton, so hatte sie die Zeit mit ihren Eltern und ihrer Schwester dort trotzdem sehr genossen. Endlich waren sie alle vier wieder einmal zusammen gewesen. Sofia war fünf Jahre älter als Emilia und studierte eigentlich Modedesign in London. Doch ihr Auslandssemester hatte sie an der New York School of Design absolviert. Die beiden Schwestern hatten zwar regelmäßig miteinander geskypt, was wegen der Zeitverschiebung oft gar nicht so einfach gewesen war, aber Emilia hatte Sofia doch mehr vermisst, als sie jemals zugegeben hätte. Zum Ende des Semesters waren die Eltern dann mit Emilia zu den Abschlussfeierlichkeiten der Designschule in die Staaten geflogen. Es waren Zeugnisse überreicht und Hände geschüttelt worden und Emilia hatte das erste Mal in ihrem Leben ein Glas Champagner getrunken. Diesen hatte sie jedoch längst nicht so sensationell gefunden wie die anschließende Modenschau, bei der die angehenden Designer den Gästen ihre schönsten Entwürfe hatten präsentieren dürfen. Emilia hatte über verspielte Rüschenkleider, wild gemusterte Hosenanzüge und metallisch glänzende Blazer mit passenden Hüten gestaunt. Alle Gäste waren begeistert über die Kreativität der jungen Studentinnen und Studenten gewesen und hatten deren Arbeiten am Ende mit lang anhaltendem Applaus und Standing Ovations belohnt. Nach diesem glanzvollen Fest hatte Sofia ihrer Familie noch eine Woche lang New York gezeigt. Sie waren barfuß den High Line Park entlanggeschlendert, waren in den 70. Stock des Rockefeller Centers hinauf-gefahren, um Manhattan von oben zu bewundern und hatten ein Picknick im Central Park gemacht. Eine Shoppingtour auf der 5th Avenue hatte natürlich ebenso wenig fehlen dürfen wie ein Bummel über den berühmten Broadway. Und Sofia hatte ihre Familie außerdem an einem Abend mit nach Greenwich Village genommen, wo sie manchmal in der Pianobar „The Duplex“ am Flügel gesessen und gespielt hatte, um sich ein wenig Geld dazu zu verdienen. Denn das Leben in New York war alles andere als günstig. Viele der anderen Studentinnen und Studenten gingen nebenher kellnern oder hatten Jobs als Küchenhilfen in den großen Restaurants oder Hotels der Stadt. Sofia war darum sehr glücklich gewesen, das Talent ihrer Mutter geerbt zu haben, um auf angenehmere Weise ihr Taschengeld aufzubessern - zumal es nicht selten vorgekommen war, dass ihr ein Gast ein großzügiges Trinkgeld zugesteckt hatte, wenn Sofia ihm seinen Lieblingssong hatte spielen können. Für Emilia aber war einer der wichtigsten Orte von Manhattan der Time Square, oder besser gesagt: Das „Hard Rock Cafe“ am Time Square. Hier hatte sie drei T-Shirts gekauft, zwei weiße für ihre beste Freundin Olivia und sich selbst und ein schwarzes für Noah. Und er war auch der Grund dafür, warum Emilia heute Morgen sogar noch vor dem Klingeln des Weckers gut gelaunt aufgestanden war und nun beschwingt Richtung Schule fuhr. Ganze acht Wochen hatte sie Noah jetzt nicht gesehen und doch hatte sie sich die ganze Zeit über vorgestellt, wie es sein würde, wenn sie ihm ganz lässig die Tüte vom „Hard Rock Cafe“ mit dem schwarzen T-Shirt darin überreichen würde. „Hier“, würde sie sagen, „ich sollte dir doch etwas mitbringen aus New York“. Denn das hatte er am letzten Schultag vor den Ferien zu ihr gesagt, als er zufällig mitbekommen hatte, wie Emilia und Olivia sich über den bevorstehenden Trip unterhalten hatten. „Bring mir was Schönes mit aus Big Apple“, hatte er gesagt und Emilia mit seinen seegrünen Augen zugezwinkert, sodass ihre Beine plötzlich weich geworden waren wie Gummi.
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Produktinformationen "See you soon! Die Geschichte von Emilia"

Emilia ist glücklich. So lange schon  schwärmt sie heimlich für Noah.  Und heute Abend hat sie wirklich ein Date am Meer mit dem attraktiven  Jungen.
Aber für ihre Freundinnen ist Noah  ein Geächteter und als sich dann auch noch Jake in Emilia verliebt, ist das Chaos vorprogrammiert.
Plötzlich ist nichts mehr, wie es war. Freunde werden zu Feinden und Emilias  Welt gerät mehr und mehr aus den Fugen.
Wird Noah trotzdem zu ihr halten? Oder ist diese Liebe schon vorbei, bevor  sie richtig begonnen hat?

Erscheint am 31.3.2020

Paperback - 356 Seiten

e-book 8,99€

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